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Eine Völkerwanderung durch die zentralen Alpen Aauf der Suche nach einigen Walser "Merkmalen" Walser Siedlung - Walser Haus |
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DIE SPRACHE - EIN URALTES WALSERERBE
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vereinfachend wird behauptet, die Kultur der Walser sei letztlich eine
Sprachkultur. Die Sprache ist bei den Walsern auch heute noch mehr als
ein blosses Verständigungsmittel: Sie stellt ein über 700
Jahre altes Bindeglied zwischen allen Walsersiedlungen im zentralen
Alpenraum und dem Ursprungsland an der Rhone dar. Leider ist diese
Sprache, eine Bergmundart von hoher Altertümlichkeit, mancherorts
bedroht oder gar schon verschwunden. Ein paar Merkmale der Walser Sprache, eines höchstalemannischen Dialektes, sind der u.a. ungewöhnliche Vokalreichtum, die Verschiebung des «s» zu «sch» (sie = schii, uns = ünsch/insch, Eis = Iisch, böse = böösch), die Aufhellung der Laute (z.B. Hüüs = Hus, drii = drei), die Wandlung von nk zum weicheren ch (trinken = triichä), das «ei» bei Verben (sie geht = schii geit, er steht = är steid) und die Eigenart der Verkleinerungsformen (Häuschen = Hüüschi, Mädchen = Meitjä, Kühlein = Chüetschi). Man sagt bei den Walsern übrigens schnije, nicht schneije, bu(w)e, nicht boue (bauen) oder rü(w)e und nicht röie (reuen). Dazu kommt eine grosse Zahl besonderer, oft lokal geprägter Ausdrücke. Da und dort sind auch Einflüsse der benachbarten italienischen, frankoprovenzalischen oder rätoromanischen Dialekte erkennbar. |
Budmiger, G. (Hg.): Die Walser. Frauenfeld 1982. Donatsch, P.: Walser - Vom Leben zwischen den Bergen. Chur 1994. Hössli, E./Wanner, K.: Uber alli Grenzä. Walser Texte der Gegenwart. Chur 1992. Imesch, L.: Geschichte der Walser. Brig 1977. Kreis, H.: Die Walser. Bern 1958. Rizzi, E.: Geschichte der Walser. Anzola d'Ossola 1993. Schweiz. Verkehrszentrale (Hg.): Der Grosse Walserweg. Wabern-Bern 1991. Waibel, M.: Unterwegs zu den Walsern. Frauenfeld 2003. Wanner, K.: Unterwegs auf Walserpfaden. Ein Wanderbuch. 5. Auflage Chur 1999. Zinsli, P.: Walser Volkstum. Frauenfeld 1968. 7. Aufl. Chur 2002. Im weiteren möchten wir Sie auf einige Wörterbücher und Sprachlehrmittel aus den Bündner Walserregionen aufmerksam machen: Hössli, E.: Ds Mümpfali - ein Arbeitsheft zur Entdeckung der Sprache. Chur 1989. Lorez, Chr. und T.: Rheinwalder Mundartwörterbuch. Chur 1987. Ettlin-Janka, M.: Obersaxer Wörter. Obersaxen 1995. Patt, Chr.: Schanfigger Wörter. Chur 1986. Pro Prättigau (Hg.): Prättigauer Mundartwörterbuch. Schiers 1991. Schmid, M. / Issler, G.: Davoserdeutsches Wörterbuch. Chur 1982. ![]() |
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| In
den vergangenen Jahrzehnten ist recht viel über die Walser
geschrieben worden. Deshalb ist die nachstehende Bibliographie recht
unvollständig und umfasst besonders Publikationen, die sich in
leicht verständlicher Form und zudem in deutscher Sprache mit den
Walsern und ihrer Kultur befassen. Leider sind einige dieser
Bücher nur noch Bibliotheken erhältlich. Mehr über die Walser, über ihre Geschichte und Kultur können Sie auch in einigen Museen des Kantons Graubünden erfahren, z.B. in Arosa, Davos und Grüsch, in Klosters, St. Antönien und Safien, in Schmitten, Splügen, Vals und Wiesen. Das Sekretariat der Walservereinigung Graubünden Dischmastrasse 73 7260 Davos Dorf Tel. 081/664 14 42 Fax 081/664 19 42 oder Mail wvg@walserverein-gr.ch gibt gerne weitere Auskünfte ... ... und liefert noch ein Tonbeispiel der Walsermundart von Davos. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1926 und ist auf der CD "Bündner Walser erzählen" veröffentlicht worden. |
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